Fachkräftesicherung in der Pflege-Zuwanderungspotentiale nutzen!

Im Rahmen der Aktionswoche ":perspektive langes Leben" des Bündnisses für Fachkräfte Bonn/Rhein-Sieg tauschten sich am 4. Juli in der DRK-Schwesternschaft "Bonn" e.V. Oberin Dr. Frauke Hartung, NRW Arbeits- und Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, Alexander Pröbstl und Ashok Sridharan, Oberbürgermeister der Stadt Bonn, über die Chancen und Risiken der Zuwanderung von Pflegefachkräften aus.

Nach der Begrüßung durch Oberin Dr. Hartung und Martina Schönborn-Waldorf von der Regionalagentur Bonn/Rhein-Sieg stellte Oberbürgermeister Sridharan seine Perspektive dar und erläuterte, welche künftigen Herausforderungen sich die Stadt Bonn durch die zunehmend ältere und damit oftmals pflegebedürftigere Bevölkerung stellt. Die Stadt setzt neben den stationären Einrichtungen verstärkt den Fokus auf die vernetzte Nachbarschaft durch Quartiersmanagement.

Mit dem Titel "Zuwanderung als Chance - die neue Anerkennungspraxis" erklärte Karl-Josef Laumann auf welche Weise das Land NRW auf die Möglichkeiten eingeht, Pflegefachkräfte aus Nicht-EU-Ländern durch vereinfachte Verfahren zu akquirieren. Jedoch sei es essentiell die Ausbildungsplätze weiter zu erhöhen, dies habe die höchste Priorität. Deswegen ist es unabdingbar, dass die Pflege durch die Pflegekammer zu einer Stimme gelangt.

Alexander Pröbstl berichtete als Pflegedirektor des Universitätsklinikums Bonn von seinen Erfahrungen mit dem Akquirierungsprogramm "Triple-Win". Dabei arbeiten die Kliniken mit der Zentralstelle zur Fachkräftevermittlung aus dem Ausland der Agentur für Arbeit (ZAV) erfolgreich zusammen. Ergänzend stellte er neue Ideen zur Gewinnung ausländischer Pflegefachkräfte vor.

In einem Dialog zwischen Oberin Dr. Hartung und Alexander Pröbstl wurden den rund 80 Gästen die Chancen und Risiken für internationale Teams in der Pflege aufgezeigt. Zum Ende der Veranstaltung war klar: Die Anerklennung in Nordrhein-Westfalen muss vereinfacht und die Zahl der Ausbildungsplätze erhöht werden. Ein weiterer wichtiger Faktor ist, dass die ausländischen Pflegefachkräfte gut integriert werden, nicht nur auf Station, sondern auch im Alltag.

Hier sehen Sie einige Fotos von der Veranstaltung, die dankenswerterweise Anna Rosa Bonato zur Verfügung gestellt hat. 

Foto: Frank Kremer

Weitere Berichte, Fotos sowie ein Interview mit Alexander Pröbstl und Maria Hesterberg finden Sie hier auf der Internetseite der Wirtschaftsförderung Bonn/Rhein-Sieg.

 

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